Die Zahl des Tages 7. Mai 2014

Die Zahl des Tages: 0,00022 %

Ein dickes Lob an die Zahnärzteschaft!

Liebe Leserin, lieber Leser meines Blogs !

Heute am 7. Mai 2014 wurde die Statistik Behandlungsfehler-Begutachtung der MDK-Gemeinschaft unter http://www.mds-ev.de/media/pdf/MDK_Bericht_Behandlungsfehler_2013.pdf veröffentlicht.

Als leidenschaftlicher Zahlenmensch habe ich mich natürlich direkt an die Berechnung für den zahnmedizinischen Sektor begeben. Hierbei bin ich von diesen Annahmen ausgegangen:

53.000 Praxen behandeln an 200 Tagen durchschnittlich 20 Patienten. Das sind insgesamt 212 Millionen Behandlungen.

Laut Seite 9 des Berichts kam es zu 1.454 Vorwürfen; also nur in 0,000686 % der Fälle.

Von diesen Vorwürfen wurden lediglich 32,1% bestätigt, also 467 Fälle.

Und das ist Zahl des Tages: 467 : 212.000.000 = 0,000220 %.

Hier ist doch mal ein ganz dickes Lob für die Zahnärzteschaft angebracht !

Ihr

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Der Patient ist kein Kunde

Aus meiner beliebten Serie “Unternehmen” Zahnarztpraxis – heute:

Der Patient als Kunde

Der Patient als Kunde“Buuuuusssyyy…habt´s Ihr denn schon die neuen hippen Veneers in den trendigen Modefarben? – Gä, schaut´s doch a mol nach, i trink so lang an Latte im Wartezimmer…”

Wer sich von Ihnen, meine lieben Leserinnen und Leser, schon einmal mit mir und meinen Ansätzen beschäftigt, womöglich auch schon ein paar andere Beiträge von mir gelesen hat, der wird wissen, dass ich kein Mainstream-Berater bin. Der von mir konzipierte und gelebte oeconoMEDICUS-Ansatz mit so viel BWL wie nötig und so wenig wie möglich weicht in vielen Bereichen doch stark von dem ab, was häufig in der so genannten “Fachpresse” zu lesen ist.

Für mich und meine erfolgreichen Mandanten ist die Zahnarztpraxis kein Unternehmen und der Patient auch kein Kunde.

In der Übertreibung liegt bekanntlich die Deutlichkeit. Hand auf´s Herz, liebe Zahnärztin, lieber Zahnarzt, aber haben Sie solche Patienten auch schon mal in Ihrer Praxis erlebt? Ganz sicher nicht. Aber was wollen Ihnen die ganzen selbsternannten Marketing-“Profis” suggerieren? Genau das! Patienten, die initiativ in die Praxis kommen und teure Behandlungen nachfragen und ganz locker jeden Privatanteil zu zahlen bereit sind. Deshalb müsse ja das ganze Marketing ähnlich sündhaft teuer sein wie die Dinge, mit denen sich solche “Patienten” für gewöhnlich umgeben.

Das strategische Ziel aus der reinen Lehre ist zwar völlig richtig, je nach Positionierung eines Unternehmens einen dazu passenden Idealkunden anzuvisieren und das Unternehmenskonzept dann gezielt auf diese Personengruppe abzustimmen.

Nicht jede Praxis und nicht jeder Mensch ist gleich; es gibt die berühmten Ausnahmen.

Aber Achtung: Dass der Patient in Deutschland kein Kunde ist, lässt sich nicht immer 1:1 auf alle Praxen übertragen. Selbstverständlich gibt es auch hier Ausnahmen. Auch hier in Deutschland grassiert ein gewisser Schönheitswahn, der teilweise schon ähnliche Blüten wie in Amerika treibt. Zum Silikon in den abstrusesten Körperregionen gehört dann folgerichtig auch die 4-Quadranten-Folter mit schneeweißen, möglichst großen, auffälligen Kronen. Aber seien wir doch einmal ehrlich: solche “Sanierungen” sind und bleiben die absoluten Ausnahmen!

Hinzu kommt, dass sich solche Behandlungen im überwiegenden Maße überhaupt nicht lohnen, wenn man sie einmal korrekt nachkalkuliert. Hier kann ich aus eigener Erfahrung berichten, wo einer “meiner” Zahnärzte durch seine Liebe und seinem Kontakt zur Oper irgendwann einmal begann, von Promis regelrecht überrannt zu werden. Anfangs war das Ganze ja noch ganz nett, diesen Schlag Menschen auch einmal persönlich kennenzulernen, ja ihnen sogar ganz nah zu sein. Aber wenn sich mein Mandant dann bei jedem Termin erst einmal eine halbe Stunde anhören musste, was die Diva da auf seinem Stuhl wieder für tolle Kritiken im Feuilleton bekommen hat und dann nur noch die andere halbe Stunde für honorarträchtige Leistungserbringung übrig bleibt, da schmilzen die Stundenhonorarsätze wie Schnee in der Sonne.

Nachkalkulationen machen Sinn und bringen Sicherheit

Machen Sie doch einmal selbst die Probe auf´s Exempel und nehmen sich einmal die letzten (finanziell) größeren Fälle vor. Wenn Sie dann das Honorar durch die tatsächlich aufgewendete Zeit dividieren, werden Sie feststellen, dass “unterm Strich” gar nicht so viel dabei rumgekommen ist. “König Kunde” lässt sich in epischer Breite sämtliche Behandlungsmethoden erklären, fragt noch einmal nach und noch einmal. Statt eines HKP´s wird der zweite, der dritte und der x-te geplant, ausgedruckt und besprochen. Hier noch eine Änderung, weil ja Frau Gräfin von Schniepelpuhl aus dem Bridge-Club das noch erwähnt hat und der befreundete Fabrikant noch jene Variante empfahl…

Sie verstehen mich: Wie eingangs erwähnt liegt in der Übertreibung die Deutlichkeit und häufig ist weniger – Freude über große Rechnungen- einfach mehr -Praxiserfolg.

Tipp

Konsequente Patientensteuerung betreiben!

Meinen Leserinnen und Lesern: Das Beste ! Und empfehlen Sie mich weiter…

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Extreme Filming

Aus meiner beliebten Serie “Unternehmen” Zahnarztpraxis – heute:

Extreme Filming

Wer sich von Ihnen, meine lieben LeserInnen, schon einmal mit mir und meinen Ansätzen beschäftigt, womöglich auch schon ein paar andere Beiträge von mir gelesen hat, der wird wissen, dass ich kein Mainstream-Berater bin. Der von mir konzipierte und gelebte oeconoMEDICUS-Ansatz mit so viel BWL wie nötig und so wenig wie möglich weicht in vielen Bereichen doch stark von dem ab, was häufig in der so genannten “Fachpresse” zu lesen ist.

Für mich und meine erfolgreichen Mandanten ist die Zahnarztpraxis kein Unternehmen und der Patient auch kein Kunde.

Nein, ich schwöre, nicht von mir in Auftrag gegeben, fand ich kürzlich im Netz dieses absolut geniale Video-Meisterwerk.  Das Drehbuch zu diesem Film hätte ich nicht besser schreiben können, zeigt es doch in elegant-gnadenloser Weise Dinge, die zwar zusammen zu gehören scheinen, weil einfach nur perfekt gemacht, aber einfach nicht zusammen gehören können.

Viel Spaß beim Anschauen und amüsieren; und: Achten Sie einmal genüsslich auf die Texte und vergleichen Sie sie mit dem “Praxisleitbild” auf Ihrer eigenen Homepage.

Mein Tipp: Häufig ist weniger -Marketing- einfach mehr -Praxiserfolg.

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oeconoMEDICUS

oeconoMEDICUS – Manifest für die zahnMEDIZIN

“Menschen auf der ganzen Welt gehen nicht gerne zum Zahnarzt.” -und- “Wellness” gehört in Hotels und Fitnessclubs und hat nichts in einer Zahnarztpraxis zu suchen!”

So jedenfalls die mir mit Vehemenz und sehr ernstem und stolzem Blick vorgetragene Grundeinstellung Ihres Kollegen Dr. Achim Wöhrle bei unserem letzten Treffen im März. Mein Freund Achim dient mir regelmäßig als wertvoller Sparringspartner und Supervisor, wenn ich mich kritisch überprüfen will, ob ich nicht schon wieder viel zu weit in meiner Welt der Ökonomie vorgeprescht bin und dabei die Basis zum Beruf und der eigentlichen Aufgabe des Zahnarztes verloren haben könnte. Aber wie immer waren wir einer Meinung: oeconoMEDICUS.

Anlaß für diesen fachlichen Austausch waren meine Erzählungen von drei extrem erfolgreichen Praxen, die ich persönlich betreuen darf; die eine in Köln, die anderen beiden in Hamburg. Während die eine sich sogar auf die erste, eingangs erwähnte, ”These” spezialisert hat und eine der am häufigsten empfohlenen Praxen für Dentalphobiker ist, zieht eine der hamburger Praxen ihren “berufsethischen Stiefel” konsequent durch und setzt ausschließlich auf medizinisches und handwerkliches Können. So auch die zweite Praxis in Hamburg, die es bereits seit Jahren schafft, trotz ihrer Lage und Größe weit überdurchschnittlichen Erfolg zu haben.

Einen tut alle drei Praxen nicht nur ihre Leidenschaft für die Zahnmedizin, sondern dass alle drei nur allerkleinste Marketingbudgets benötigen. Der Grund ist offensichtlich ihr konsequent-hypokratisches Bekenntnis zu “curare” um damit den höchsten Patientenutzen zu stiften. Die Folge daraus ist, dass nicht nur die absolute Kennzahl ”Neupatienten” im budesweiten Vergleich enorm hoch ist, sondern dass die relative Kennzahl “Neupatient auf Empfehlung” bei teilweise über 80% liegt. Alle 3 Praxen gehören zu den berühmten “Geheimtipps” oder neudeutsch “it-places“. Nota bene: In der offiziellen KZBV-Einkommensstatistik “fallen alle drei äußerst rechts raus” – und dies bei absoluten Spitzenwerten bei der Patientenzufriedenheit.

“Erfolgreiche Praxen tun halt das, was nicht erfolgreiche nicht tun”, aber was macht den Erfolg dieser Praxen aus, warum werden alle drei so häufig weiterempfohlen? Ganz eindeutig: sie alle sind MEDIZINER im ganz klassischen Sinn. Der Patient als Mensch und das “curare” sind ihre Maxime. Konsequente Weiter- und Zusatzausbildungen sind berufsethische Basics für sie. Alles das spürt der Patient und läßt ihn nicht nur wiederkommen, sondern veranlaßt ihn sogar, die Praxis weiterzuempfehlen.

Ganz herzlichen Dank, mein lieber Achim, für den wohltuenden Diskurs zu dem Thema: da liege ich ja offensichtlich immernoch völlig richtig mit meiner kritischen Einstellung zur überbordenden Ökonomisierung des Berufsstandes und der grassierenden BWLisitis.